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Radon-Gefahrenmanagement

radonUnsichtbar, geruchlos und in dauerhaft hoher Konzentration gefährlich: Das ist die Kurzbeschreibung für Radon. Das radioaktive Edelgas steigt tief aus dem Untergrund, wo es im Gesteinen und Boden gebildet wird, an die Oberfläche. Gelangt es so in Gebäude, kann es sich im ungünstigen Fall signifikant anreichern und so mit zunehmender Zeit zu einem ernsthaften Gesundheitsrisiko werden und Lungenkrebs auslösen.

Nach dem Rauchen gilt Radon als zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs. Etwa fünf Prozent aller Todesfälle durch Lungenkrebs in Deutschland werden nach wissenschaftlichen Studien mit Radon in Verbindung gebracht.

Seit Ende 2020 sind die Bundesländer deshalb dazu verpflichtet, sogenannte Radonvorsorgegebiete auszuweisen, in denen die potenzielle Gesundheitsgefährdung durch das Edelgas statistisch signifikant erhöht ist. Die Übersicht für Deutschland findet sich hier: https://www.bfs.de/DE/themen/ion/umwelt/radon/karten/vorsorgegebiete.html

Das durch das Bundesamt für Strahlenschutz modellierte Radonpotenzial und ein damit in Verbindung stehender Schwellenwert geben an, wo (mit einem Fehler von weniger als zehn Prozent) davon ausgegangen werden kann, dass die Jahresdurchschnittskonzentration von Radon in Innenräumen den Referenzwert von 300 Bq/m³ Luft übersteigt.

In so festgelegten Radonvorsorgegebieten greifen dann gesetzliche Auflagen zur Ermittlung der tatsächlichen Radonkonzentration an Arbeitsplätzen und in Aufenthaltsräumen sowie gegebenenfalls die Ergreifung von Maßnahmen zur Reduzierung der Radonbelastung. Gesetzliche Vorgaben gelten sowohl für Firmen als auch Privatpersonen, denn auch bei privaten Neubauten besteht für Bauherren die Pflicht, durch bauliche Maßnahmen weitgehend zu verhindern, dass Radon in das Gebäude eindringen kann.

Litkon bietet als Fullservice-Dienstleister für Firmen ein Komplettpaket an. Dieses beinhaltet:

  • Erfassung und Bewertung der individuellen Radonsituation durch ausgebildete Radonfachpersonen
  • Erarbeitung eines Monitoringkonzeptes (Anzahl und Lage der Messpunkte)
  • Vorkonfiguration der benötigten Geräte
    o Zur Plug and Play Selbstinstallation
    o Installation mit Support-Hotline
    o Installation durch Litkon
  • Zugriff auf ein projektbezogenes Radon-Dashboard
  • Sicherstellung des Betriebs mit Echtzeitmonitoring
  • Auswertung der Ergebnisse durch ausgebildete Radonfachpersonen
  • Analyse sowie Bewertung und offizielle Stellungnahme durch ausgebildete Radonfachpersonen
  • Erarbeitung eines Maßnahmenbündels im Sinne eines abgestuften Verfahrens zur signifikanten Reduktion der Radonbelastung (z.B. durch kontrollierte Lüftung oder Radonbrunnen)
  • Einbindung der Radon-Sensorik in vorhandene GLT
  • Betrieb und Wartung der gesamten Anlage.

Bislang läuft das Radon-Monitoring – wenn überhaupt – bei den Firmen in der Regel nicht automatisiert und industriellen Anforderungen entsprechend ab. In der Regel werden Exposimeter in den Räumen platziert, die erst nach einem Jahr wieder eingesammelt und dann ausgewertet werden.

Die Ergebnisse der Auswertung bedürfen dann wieder einer räumlichen Zuordnung zu den assoziierten Exposimetern. In der Konsequenz können die Daten damit oft nicht adäquat in Wert, das heißt mit anderen Gebäudeinformationen in einen Kontext gesetzt werden. Logistisch und systemtechnisch unadressiert bleiben zudem auch Fragen zur Archivierung, Langzeitbeobachtung und Bereitstellung von Informationen.

Mit der Litkon-Lösung erhalten Unternehmen Zugriff auf das Radon-Dashboard, um in Echtzeit Radon-Belastungen feststellen zu können.

Fallbeispiel: In einem Lager eines großen Logistikunternehmens reichert sich in der Nacht die Radonkonzentration über die Warnschwelle von 300 bq an. Hier wurde die vorhandene Gebäudeleittechnik um Radon-Sensorik von Litkon erweitert, sodass bei Erreichen der definierten Warnschwelle eine automatische Lüftung aktiviert wird.